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E-Mail Marketing-Wissen (3): Newsletter-Anmeldeformulare

2. August 2016

Warum sind Newsletter-Anmeldeformulare so wichtig und wie sollte man sie gestalten?

Maximilian Modl von Newsletter2Go zeigt in einem anschaulichen Whiteboard-Video, wie Sie im E-Mail Marketing Anmeldeformulare richtig und rechtssicher einsetzen:

  • Wieso brauche ich ein Anmeldeformular?
  • Wie kann ich ein Anmeldeformular einbinden?
  • Wie bringe ich Interessenten dazu, meinen Newsletter zu abonnieren?
  • Wie baue ich meinen Verteiler rechtssicher auf?

Das Whiteboard im Überblick

03_whiteboard_E-Mail Marketing Anmeldeformulare

Video-Transkript

Hallo, ich bin Maximilian Modl von Newsletter2Go und in diesem Video möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie mit Newsletter-Anmeldeformularen erfolgreicher sein können und wie Sie vor allem Newsletter-Anmeldeformulare gestalten sollten, damit sich möglichst viele auch zum Newsletter anmelden.

Wieso brauche ich ein Anmeldeformular?

Fangen wir einmal von vorne an und zwar bei Ihrer Webseite. Das ist Ihre Webseite und das sind Ihre Website-Besucher. Die haben Sie eingekauft, zum Beispiel über Google-Anzeigen oder Sie haben die bekommen, weil Sie bei Google gut ranken und in den organischen Suchtreffern angezeigt werden. Da haben Sie natürlich viel Zeit und Geld in diese Besucher investiert und Sie möchten, dass diese Besucher ein bestimmtes Ziel erreichen.

95% der Website-Besucher gehen verloren

Ich schreibe das mal hier unten hin: Ziel. Leider werden aber nicht alle von diesen Website-Besuchern dieses Ziel erreichen. Das Ziel kann zum Beispiel sein: Ein Kauf eines Produktes oder Anfragen einer Dienstleistung. Genau genommen werden ungefähr nur 5% Ihrer Website-Besucher dieses Ziel erreichen im Durchschnitt und die restlich 95% gehen verloren. Das heißt 5% erreichen das Ziel und die restlichen 95%, was also viel mehr ist, die springen sozusagen ab und erreichen nicht das Ziel.

Wir wollen uns mit Newsletter-Anmeldeformularen heute um diese 95% kümmern und versuchen, diese zur Anmeldung beim Newsletter zu bringen. Die waren ja schon einmal auf Ihrer Website, die haben Interesse prinzipiell gehabt und wir wollen versuchen, den Kontakt hier zu bekommen, um den Kontakt dann behalten zu können und noch einmal anschreiben zu können.

Den Newsletter bewerben wie ein eigenes Produkt

Damit jemand sich später zum Newsletter eintragen kann, muss er natürlich erst einmal wissen, dass es überhaupt einen Newsletter gibt. Ganz viele Webseiten machen es so, dass Sie einfach ganz unten im Footer irgendwo klein reinschreiben „Newsletter“. Damit sind sie natürlich nicht wirklich erfolgreich, weil keiner bis ganz unten zur Seite scrollt und dann nach Newsletter sucht und sieht, da kann ich mich anmelden. Das macht einfach niemand. Sie müssen den Newsletter wirklich stark bewerben, wie ein eigenes Produkt. Das heißt, ich schreibe hier oben mal groß hin „Newsletter!“

Wie kann ich ein Anmeldeformular einbinden?

Das können Sie zum Beispiel machen, indem Sie ein sogenanntes Pop-Up bei sich auf der Seite einbinden. Das heißt, dass nach 20, 30, 40, 50, 60 Sekunden sich automatisch ein kleines Pop-Up, ein Fenster öffnet, in dem der Besucher darauf hingewiesen wird, dass er sich zum Newsletter anmelden kann.

Eine weitere Möglichkeit wäre und das macht zum Beispiel ein großer Discounter, dass Sie auf der Startseite bei sich unter dem Top-Menü einen Banner einbinden, der in etwa 600-700 Pixel breit ist und 60-70 Pixel hoch. In diesem Banner können Sie auch den Newsletter anteasern und bewerben. So wissen natürlich dann letzten Endes viel mehr Ihrer 95%, dass es einen Newsletter gibt. Wenn Sie das geschafft haben – herzlichen Glückwunsch! Dann wissen schon mal die 95%, dass es einen Newsletter gibt und dann fragen die sich natürlich einige Fragen.

Die fünf Fragen – Wie bringe ich Interessenten dazu, meinen Newsletter zu abonnieren?

Jetzt treffen Ihre Besucher die Entscheidung, abonniere ich den Newsletter oder abonniere ich ihn nicht. Wir gucken jetzt sozusagen in den Kopf eines Ihrer Besucher und schauen mal, was der sich denn genau für Fragen stellt, weil es oft die gleichen Fragen sind und diese Fragen sollten Sie in dem Newsletter-Anmeldeformular unbedingt beantworten. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich für den Newsletter anmeldet, viel höher.

Warum sollen sich Besucher für Ihren Newsletter anmelden?

Die erste Frage ist die Frage Warum. Warum soll ich mich für diesen Newsletter überhaupt anmelden? Diese Frage müssen Sie mit einem guten Grund beantworten. Ein Grund kann zum Beispiel sein, dass man einen Erstkundenrabatt bekommt, 5% oder 5€ oder 10€ oder 10% Rabatt oder dass man exklusive Angebote bekommt, die man auf der Webseite nicht bekommt, spannende Inhalte, mehr Inhalte zu diesem Thema etc.

Sie müssen also auf jeden Fall einen Grund finden, wieso der User wirklich den Newsletter abonnieren soll und diesen Grund, also dieses Darum, sollten Sie prominent hinschreiben in das Anmeldeformular. Auf jedes Warum gibt es auch ein Darum.

Was bekommen Ihre Besucher im Newsletter?

Die zweite Frage, die er sich stellt, ist Was. Was bekomme ich eigentlich? Sie sagen jetzt vielleicht, naja, das ist doch klar, man bekommt einen Newsletter. Der Kunde würde aber gerne mehr dazu erfahren, wie der Newsletter wirklich aussieht. Also wäre es gut, wenn Sie hier ein Beispiel einbinden – da können Sie einfach einen Satz in dem Anmeldeformular unterbringen, wo drinsteht, so sieht ein Beispiel aus. Dann kann der Kunde auf dieses Beispiel klicken. Das ist ein schöner Teaser, da gibt es spannende Produkte, tolle Angebote und auch interessante Inhalte, die mich wirklich interessieren und die ich wirklich lesen würde, also abonniere ich den Newsletter schon ein bisschen eher.

Richtige Profis können natürlich das auch noch weitertreiben und hier dem Besucher auch die Möglichkeit geben, dass er sogar einstellt, was für Inhalte er bekommt. Wenn Sie jetzt zum Beispiel einen Shop haben für Fotografie – ich stehe hier gerade zufällig vor einer Kamera – da können Sie zum Beispiel den User fragen, was ihn am meisten interessiert. Interessiert ihn Naturfotografie oder Portraitfotografie oder Sportfotografie zum Beispiel oder Canon-Produkte oder Nikon-Produkte etc. So bekommen Sie viel mehr Informationen über diesen User und können demnach später das Mailing viel besser personalisieren und für den Empfänger relevanter machen. Das ist der springende Punkt.

Damit könnten Sie einfach eine weitere Zeile einfügen, wo man letzten Endes auswählen kann, welche Themen einen interessieren. Das geht ganz problemlos mit dem Anmeldeformular von Newsletter2Go, dann wissen diese das eben auch. Wichtig ist allerdings, dass Sie dieses Feld nicht als Pflichtfeld einbinden dürfen, Sie dürfen nur die E-Mail-Adresse als Pflichtfeld einbinden. Diese anderen Felder dürfen Sie nicht als Pflichtfeld einbinden, da es der Gesetzgeber so vorgeschrieben hat, das muss optional bleiben.

Wie oft bekommen Ihre Besucher den Newsletter?

Nach der Frage „Was bekomme ich eigentlich“ folgt die Frage „Wie oft bekomme ich das eigentlich?“ und auch hier empfiehlt es sich, einfach im Anmeldeformular des Newsletters einen kurzen Hinweis zu geben. Schreiben Sie kurz etwas rein zur Frequenz, ein Satz reicht da: „Sie bekommen den Newsletter in der Regel alle zwei Wochen“. Auch hierbei können es die Profis natürlich auf die Spitze treiben und sagen, sie geben dem User die Einstellungsmöglichkeit, selber zu wählen, wie oft er den Newsletter haben möchte. Möchte er ihn ein Mal in der Woche, alle zwei Wochen, alle drei oder alle vier Wochen.

Das setzt natürlich voraus, dass Sie auch intern die Ressourcen haben, diese Kampagne umzusetzen oder das zu gewährleisten. Sie können aber auch mit Newsletter2Go einfach Automation-Kampagnen aufsetzen, das heißt, wenn sich jemand einträgt und er möchte alle zwei Wochen den Newsletter, dann kommt er eben in die spezifische Gruppe und bekommt vorgefertigt alle zwei Wochen einen Newsletter, ohne dass Sie den noch mal manuell anfassen müssen.

Von wem kommt Ihr Newsletter?

Jetzt kommen wir zur vierten Frage. Die vierte Frage ist „Von wem bekomme ich eigentlich den Newsletter?“ Sie sagen jetzt vielleicht, naja, das ist aber eine blöde Frage, natürlich bekommt er von mir den Newsletter, aber das ist nicht ganz unberechtigt. In der Vergangenheit wurde nämlich sehr viel Schindluder mit Datentausch und Datenverkauf und Datenkauf geführt, sodass viele User sich für irgendeinen Newsletter eingetragen haben, aber dann auf einmal noch fünf Newsletter von anderen Firmen bekommen haben.

Stichwort Datenschutz: Hier sind die Besucher mittlerweile sehr sensibel geworden und sie wollen sicherstellen, dass ihre Daten einfach nicht unbefugt zu Werbezwecken an Dritte weitergegeben werden. Das heißt, geben Sie einfach einen kurzen Hinweis zum Thema Datenschutz, damit der User Ihnen da mehr vertraut.

Wie können sich Abonnenten vom Newsletter abmelden?

Und die letzte Frage, die sich viele stellen, ist „Kann ich mich wieder von dem Newsletter abmelden?“ Sprich, Opt-Out, ist das möglich. Es ist nichts ärgerlicher, wenn man den Newsletter irgendwann nicht mehr haben möchte und sich dann versucht, fünf Mal abzumelden und beim sechsten Mal klappt es immer noch nicht. Geben Sie einfach kurz den Hinweis, dass man sich problemlos wieder vom Newsletter abmelden kann. Auch hier natürlich eine gute Nachricht: Mit der Software von Newsletter2Go ist das problemlos machbar. Wir haben ein automatisches und rechtssicheres Abmeldemanagement. In jedem Newsletter ist ein sogenannter Abmeldelink enthalten und wenn der User darauf klickt, dann ist er eben einfach abgemeldet und das automatisch.

Wenn Sie all diese fünf Fragen hier gut beantwortet haben, dann haben Sie zwei Sachen gemacht: Erstens haben Sie Vertrauen geschaffen und zweitens haben Sie Mehrwert geschaffen. Nur wenn Sie Mehrwert und Vertrauen schaffen, dann werden sich diese Website-Besucher, die jetzt nichts Unmittelbares kaufen werden, aber sonst normalerweise abgesprungen wären, zum Newsletter anmelden und mit denen können Sie dann später nochmal in Kontakt treten. Also, Sie müssen unbedingt darauf achten, Mehrwert und Vertrauen zu schaffen.

Wie baue ich meinen Verteiler rechtssicher auf?

Was auch noch wichtig ist, sollte jetzt Ihr User hier auf Abonnieren klicken – dann herzlichen Glückwunsch, Sie haben es fast geschafft. Auch nur fast, denn dann bekommt er noch die Bestätigungs-E-Mail und er muss erst noch in der Bestätigungs-E-Mail, in der sogenannten Double Opt-In-Mail, auf den Bestätigungslink klicken, um sich in dem Newsletter-Verteiler zu aktivieren. Das ist bei uns in Deutschland gesetzliche Voraussetzung, steht im Paragraph 7 des UWG. Das kommt einfach daher, dass man nicht einfach jede x-beliebige E-Mail-Adresse eintragen kann und die dann einen Newsletter bekommt. Denn so könnte man hier beispielsweise einfach angelamerkel@cdu.de eintragen und dann bekommt Angela Merkel auf einmal den Newsletter von der SPD. Damit auch sichergestellt wird, dass diese Person den Newsletter wirklich will, wird eben erst diese Bestätigungs-E-Mail verschickt und in der Bestätigungs-E-Mail muss man noch einmal auf „Ja“ klicken, „Ich möchte wirklich abonnieren“.

Was das wichtige ist, dass wenn jemand auf abonnieren klickt, er auf eine Seite weitergeleitet wird, wo er noch einmal darauf hingewiesen wird, „Bitte ruf jetzt deine E-Mails ab und klicke in der E-Mail auf den Bestätigungslink“. Denn sonst verlieren Sie hier einen, den Sie schon fast konvertiert haben.

Damit können Sie, indem Sie Ihren Adressverteiler aufbauen, in gewissen Zyklen Marketing Automation-E-Mails schicken zum Beispiel, die automatisiert, je nachdem was Ihr Empfänger eben macht, versendet werden. Sie können diese damit immer wieder in Ihren Trichter reinwerfen und versuchen, sie Stück für Stück an dieses Ziel heranzuführen, das Sie erreichen möchten.

Ich hoffe, das Video hat Ihnen gefallen. Ich würde mich freuen, wenn Sie dem Video ein Like geben oder unseren Youtube-Kanal abonnieren. Wenn Sie weitere Fragen, Ideen oder selber Anreize zum Thema Newsletter-Anmeldeformulare haben, dann teilen Sie gerne Ihre Erfahrungen auf Facebook oder Twitter oder kommentieren Sie unterhalb des Videos. Es hat mich gefreut, dass Sie dabei gewesen sind. Bis zum nächsten Mal!

2 Kommentare

  1. Vielen Dank! Das war sehr gut und anschaulich erklärt!

  2. Das war wirklich interessant. Da kann ich ein paar neue Info mitnehmen.

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