E-Mail-Marketing-Kennzahlen

Welche E-Mail-Marketing-Kennzahlen sind wichtig?

E-Mail-Marketing-Kennzahlen dienen dazu, die Performance einzelner Mailings einer E-Mail-Marketing-Kampagne darzustellen. Wichtige Kennzahlen im E-Mail Marketing sind hierbei Zustellrate, Öffnungsrate, Click Through Rate (CTR), Bounce Rate und Abmelderate. Um aus den unterschiedlichen Raten lernen zu können und Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen, ist es wichtig, die Formeln der einzelnen Indikatoren zu kennen, die Daten richtig zu interpretieren und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

1. Zustellrate

E-Mail Marketing KPIs Formel Zustellrate

Die Zustellrate ist eine wichtige E-Mail-Marketing-Kennzahl und zeigt in Prozent an, wie viele der Empfänger die E-Mail tatsächlich erhalten haben. Die Zustellrate errechnet sich daher aus der Versandmenge minus der Anzahl fehlgeschlagener Zustellungen.

(Zustellrate = (Anzahl der Empfänger – Bounces) : Anzahl der Empfänger * 100)

Beispiel und Durchschnittswerte:

Hier zum Verständnis ein Beispiel: Der Onlineshop Schuhparade hat 10.000 Empfänger. Zum Sommerschlussverkauf im August möchte das Marketing-Team alle Empfänger auf die aktuellen Angebote aufmerksam machen. Ein Newsletter zum Sommerschlussverkauf wird an alle Empfänger gesendet. Von den 10.000 Empfängern konnte die E-Mail jedoch 300 Empfänger nicht erreichen (Bounces). Die Zustellrate errechnet sich also wie folgt.

Zustellrate = (10.000 Empfänger – 300 Bounces) : 10.000 Empfänger * 100

Zustellrate = 97%

Im Rahmen einer Studie zu den E-Mail Marketing Benchmark 2018 konnte Newsletter2Go branchenübergreifend eine durchschnittliche Zustellrate von 96,67% ermitteln. Mit 97% liegt somit die Zustellrate des Newsletters von Schuhparade knapp über dem Durchschnitt. Ein zufriedenstellendes Ergebnis? Nein. Ein Blick auf den Branchendurchschnitt von Onlineshops zeigt: Hier ist noch Potenzial. Die durchschnittliche Zustellrate von Onlineshops liegt sogar bei 98,26%.

Wie kann die Zustellrate optimiert werden?

Sie sind mit Ihrer Zustellrate unzufrieden und möchten diese optimieren? Diese Maßnahmen helfen Ihnen dabei:

  • Hard Bounces direkt aus der Empfängerliste entfernen
  • Nutzen Sie Spamfilter Tests
  • Zu viele Großbuchstaben und Sonderzeichen vermeiden
  • Nur an Double-Opt-In verifizierte E-Mail Adressen versenden

2. Öffnungsrate

E-Mail Marketing KPIs Formel Öffnungsrate

Die Öffnungsrate zeigt, wie viele der Empfänger eine E-Mail auch geöffnet haben. Hierbei kann zwischen Gesamtöffnungen und eindeutigen Öffnungen (unique) unterschieden werden. Während bei eindeutigen Öffnungen Mehrfachöffnungen eines Empfängers ignoriert werden, werden bei Gesamtöffnungen alle Öffnungen gezählt. Zusätzlich muss darauf geachtet werden, ob sich die Öffnungsrate auf alle Empfänger bezieht oder nur auf die erfolgreichen Zustellungen. Die folgende Formel beschreibt die Öffnungsrate mit uniquen Öffnungen.

(Öffnungsrate = Unique Öffnungen : (Anzahl der Empfänger – Bounces) * 100)

Beispiel und Durchschnittswerte:

Hier zum Verständnis ein Beispiel: Das kleine Reisebüro Mustermann hat 800 Empfänger. Aufgrund der geringen Anzahl an Reisenden im Januar kann das Reisebüro besonders günstige Last-Minute-Flüge anbieten. In einem Newsletter möchte das Unternehmen alle Empfänger anschreiben, die in den letzten drei Monaten noch keine Reise gebucht haben. Nach der Segmentierung wird der Newsletter an 630 Empfänger gesendet. Bei 600 Empfängern landet der Newsletter im E-Mail-Postfach. 120 Empfänger öffnen die E-Mail. Die Unique Öffnungsrate errechnet sich wie folgt:

Öffnungsrate = 120 unique Öffnungen : (630 Empfänger – 30 Bounces) * 100

Öffnungsrate = 20%

Die durchschnittliche Öffnungsrate im Branchenbenchmark 2018 beträgt 26,56%. Der Newsletter vom Reisebüro Mustermann liegt damit weit unter dem Durchschnitt. Ein Blick auf die Öffnungsraten in der Reisebranche zeigt jedoch, dass hier geringere Werte zu erwarten sind. Die durchschnittliche Öffnungsrate in der Reisebranche liegt bei 21,45%. Dennoch gibt es Optimierungsbedarf.

Durchschnittliche Öffnungsrate

Wie kann die Öffnungsrate optimiert werden?

Sie sind mit Ihrer Öffnungsrate unzufrieden und möchten diese optimieren? Diese Maßnahmen helfen Ihnen dabei:

  • Länge der Betreffzeile zwischen 30 – 50 Zeichen
  • Betreffzeile aktiv und handlungsorientiert formulieren
  • A/B-Tests nutzen
  • Adressbuch aufräumen und inaktive Empfänger aussortieren

3. Klickrate

Die Klickrate zeigt an, wie viele Empfänger auf mindestens einen Link im Mailing geklickt haben. Neben der Berechnung der uniquen Klickrate, auch eindeutige Klickrate genannt, werden teilweise auch alle Klicks und nicht nur ein Klick pro Empfänger gezählt. Bei der Berechnung der Klickrate von Newsletter2Go werden jedoch keine Mehrfachklicks gezählt.

[Klickrate = Klickende Empfänger : (Anzahl der Empfänger – Bounces) * 100]

Beispiel und Durchschnittswerte:

Hier zum Verständnis ein Beispiel: Eine große Eventfirma hat 500.000 Empfänger. Für Konzertbegeisterte bietet das Unternehmen einen Newsletter an, wenn neue Konzerte in der Stadt stattfinden. 150.000 Interessenten haben sich für den Berliner Newsletter angemeldet. Jede Woche erhalten die Empfänger einen Newsletter mit den neuesten Konzert-Updates. 5.000 Empfänger erreicht das Mailing nicht. 8.000 Empfänger klicken auf eine der beworbenen Konzerte. Die Klickrate berechnet sich wie folgt:

Klickrate = 8.000 Klickende Empfänger : (150.000 Empfänger – 5.000 Bounces) * 100
Klickrate = 5,5%

Die durchschnittliche Klickrate im Branchenbenchmark 2018 beträgt 4,11 %. Die Klickrate des Newsletters der Eventfirma ist damit überdurchschnittlich. Ein Blick auf die Branche Entertainment & Events zeigt, dass das Mailing weit über dem Branchendurchschnitt liegt und so als sehr gut bewertet werden kann.

Durchschnittliche Klickrate

Wie kann die Click-Through-Rate optimiert werden?

Sie sind mit Ihrer  Click-Through-Rate unzufrieden und möchten diese optimieren? Diese Maßnahmen helfen Ihnen dabei, diese E-Mail-Marketing-Kennzahl zu verbessern:

  • klar und deutlich formulieren
  • kurze und knackige Texte mit den wichtigsten Informationen nutzen
  • hochwertige Bilder und Designs verwenden
  • Call-to-Actions eindeutig vom Rest des Templates abheben

4. Click-Through-Rate (CTR)

E-Mail Marketing KPIs Formel Click-Through-Rate

Die Click-Through-Rate (CTR) gibt zu erkennen, wie viele der Empfänger nach der Öffnung des Mailings auf mindestens einen Link geklickt haben. Der Indikator errechnet sich daher aus dem Verhältnis zwischen der Anzahl an eindeutigen Klicks und den eindeutigen Öffnungen.

(Click-Through-Rate = Klickende Empfänger : öffnende Empfänger * 100)

Beispiel und Durchschnittswerte:

Hier zum Verständnis ein Beispiel: Eine Lokalzeitung aus Berlin hat 25.000 Newsletter-Empfänger. Der Launch einer neuen Mobile-App für iOS und Android soll alle Empfänger auch zum Lesen unterwegs anregen. Die Marketing-Abteilung sendet aus diesem Grund einen Newsletter an alle Empfänger im Adressbuch und fordert auf die neue App zu installieren. 8.000 Empfänger öffnen die Mail. 2.000 Empfänger drücken auf einen Link im Newsletter. Die Click-Through-Rate errechnet sich also wie folgt:

Click-Through-Rate (CTR) = 2.000 klickende Empfänger : 8.000 öffnende Empfänger * 100

Click-Through-Rate = 25%

Die durchschnittliche Click-Through-Rate im Branchenbenchmark 2018 beträgt 15,38%. Die Click-Through-Rate der Berliner Lokalzeitung kann somit als sehr gut eingeschätzt werden. Ein Blick auf die Branche Presse zeigt, dass hier überdurchschnittliche Ergebnisse zu erwarten sind. Mit durchschnittlich 19,42% CTR liegen Presse-Newsletter weit vor anderen Wirtschaftszweigen.

Durchschnittliche Click-through-rate

Wie kann die Click-Through-Rate optimiert werden?

Sie sind mit Ihrer  Click-Through-Rate unzufrieden und möchten diese optimieren? Diese Maßnahmen helfen Ihnen dabei, diese E-Mail-Marketing-Kennzahl zu verbessern:

  • klar und deutlich formulieren
  • kurze und knackige Texte mit den wichtigsten Informationen nutzen
  • hochwertige Bilder und Designs verwenden
  • Call-to-Actions eindeutig vom Rest des Templates abheben

5. Bouncerate

E-Mail Marketing KPIs Formel Bouncerate

Die Bouncerate zeigt an, wie viel Prozent der versendeten E-Mails nicht zugestellt werden konnten. Der Indikator errechnet sich aus dem Anteil der fehlgeschlagenen Zustellungen an den Gesamtzustellungen. Bei Bounces wird zwischen Hard Bounces und Soft Bounces unterschieden. Hard Bounces sind Empfänger, die dauerhaft nicht mehr erreichbar sind, Soft Bounces dagegen sind nur vorübergehend nicht erreichbare Empfänger.

(Bouncerate = Bounces : Anzahl der Empfänger * 100)

Ist die Bouncerate ungewöhnlich hoch, sollten die Soft Bounces und Hard Bounces unter die Lupe genommen werden. Besonders Hard Bounces dürfen nicht ignoriert werden, denn eine dauerhaft hohe Bouncerate kann dazu führen, dass Versender von E-Mail Clients als Spam eingeordnet werden.

Beispiel und Durchschnittswerte:

Hier zum Verständnis ein Beispiel: Eine kleine Marketing-Agentur in Köln hat 5.000 Empfänger. Zu Beginn des neuen Jahres möchte die Agentur all Ihren bisherigen Kontakten einen guten Start ins neue Jahr wünschen und sich für die vielen Kooperationen im letzten Jahr bedanken. Das Neujahrs-Mailing wird an alle 5.000 Empfänger versendet. Bei 4.800 Empfängern kommt der Newsletter an. Die Bouncerate errechnet sich wie folgt:

Bouncerate = 200 Bounces : 5.000 Empfänger * 100

Bouncerate = 4%

Die durchschnittliche Bouncerate im Branchenbenchmark 2018 beträgt 3,37%. Die Bouncerate der Kölner Marketingagentur ist somit überdurchschnittlich hoch. Ein Blick auf andere Marketing-Agenturen zeigt, dass 4% kein schlechter Wert ist. Mit durchschnittlich 5,23% sind im Wirtschaftszweig Marketingagenturen eher hohe Bounceraten zu erwarten.

Durchschnittliche Bouncerate

Wie kann die Bouncerate verringert werden?

Sie sind mit Ihrer Bouncerate unzufrieden und möchten diese optimieren? Diese Maßnahmen helfen Ihnen dabei:

  • fehlerhafte E-Mail-Adressen aussortieren
  • ausschließlich DOI-verifizierte Empfänger anschreiben

6. Abmelderate

E-Mail Marketing KPIs Formel Abmelderate

Die Abmelderate gibt an, wie viel Prozent der Empfänger sich in dem Mailing vom Newsletter abgemeldet haben. Der Indikator errechnet sich daher aus allen Abmeldungen durch alle erfolgreichen Zustellungen.
(Abmelderate = Abmeldungen : (Anzahl der Empfänger – Bounces) *100)

In der Software von Newsletter2Go können Sie Ihren persönlichen Abmeldelink erstellen. Empfänger, die sich über diesen Link von Ihrem Newsletter abmelden, werden daraufhin nach dem Grund Ihrer Abmeldung gefragt. So erhalten Sie trotz Abmeldung noch Feedback von Ihren ehemaligen Kontakten.

Beispiel und Durchschnittswerte:

Hier zum Verständnis ein Beispiel: Ein Sportverein aus München zählt 300.000 Empfänger. Vor Beginn der Saison sollen die neuen Fanartikel in einem Newsletter angeteasert werden. Die Marketing-Abteilung entscheidet sich dazu, das Mailing an alle Empfänger zu senden, die den eigenen Online-Shop schon mal besucht haben. Der Newsletter wird an 200.000 Empfänger versendet. 5.000 Empfänger erreicht das Mailing nicht. 600 Empfänger melden sich vom Newsletter ab. Die Abmelderate errechnet sich wie folgt:

Abmelderate = 600 Abmeldungen : (200.000 Empfänger – 5000 Bounces) *100

Abmelderate = 0,30

Die durchschnittliche Abmelderate im Branchenbenchmark 2018 beträgt 0,54%. Die Abmelderate des Münchner Sportvereins kann somit als sehr gut eingeschätzt werden. Ein Blick auf andere Vereine zeigt, dass hier überdurchschnittliche Ergebnisse zu erwarten sind. Mit durchschnittlich 0,34% melden sich Empfänger selten von Vereins-Newslettern ab.

Durchschnittliche_Abmelderate

Wie kann die Abmelderate verringert werden?

Sie sind mit Ihrer Abmelderate unzufrieden und möchten diese optimieren? Diese Maßnahmen helfen Ihnen dabei:

  • Die Versandfrequenz verändern
  • Inhalte in den Mailings prüfen und optimieren
  • Vertrauen bei den Empfängern wecken
  • Auf die Darstellbarkeit auf mobilen Endgeräten achten

Im Branchenbenchmark 2018 erfahren Sie alles Wichtige über die E-Mail Marketing Performance Ihrer Mitbewerber.

Fazit:

E-Mail-Marketing-Kennzahlen geben Auskunft über die Performance der eigenen Newsletter. Dabei ist es wichtig die Indikatoren zu verstehen, richtig einzuschätzen und Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen. Branchenbenchmarks helfen dabei, die eigenen Zahlen mit der Konkurrenz zu vergleichen. Professionelle E-Mail Marketing Softwares wie Newsletter2Go bieten Ihnen detaillierte Auswertungen zu Ihren Newslettern, so dass Sie die Performance Ihrer Mailings in Echtzeit verfolgen können.

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