Kostenlos testen Login
Home » Blog » Vorsicht bei Verwendung von gekürzten Links (URL-Shortener) im Newsletter

Vorsicht bei Verwendung von gekürzten Links (URL-Shortener) im Newsletter

31. Mai 2016

URL-Shortener im Newsletter

E-Mails mit bitly-Links werden abgewiesen

Das Versenden von Newslettern ist in der heutigen Zeit ein Kinderspiel – wenn man nicht aufpasst, kann der Versand aber schnell negative Folgen haben. Hat man es zum Beispiel verpasst, sich eine Einverständniserklärung der Empfänger zum Erhalt von Werbeinformationen einzuholen oder Empfängerlisten von Dritten gekauft bzw. gemietet, kann mit dem eigens geplanten Versand einiges schiefgehen.

Unter anderem durch die Beliebtheit von Kurznachrichtendiensten wie Twitter haben sich sogenannte URL-Shortener etabliert. Diese Anbieter von Link-Kürzungen ermöglichen es, längere Links zu kürzen und an das 140-Zeichen-Limit des „Zwitscher“-Dienstes anzupassen. Das ist natürlich ein praktischer Service, denn jeder kann auf diese Weise lange Links etwas kürzer gestalten. Links, die beispielsweise durch die Verwendung von UTM-Codes sehr lang geworden sind, sind wieder kurz und sehen aufgeräumt aus. Der Link wird schließlich unter der Domain des Shortlink-Anbieters angezeigt und nicht mehr unter der ursprünglichen.

Verwendung von URL-Shortenern kann böse Folgen haben

Hier ist aber Vorsicht geboten: Die Verwendung solcher Dienste kann für den eigenen Newsletter drastische Folgen nach sich ziehen. Wie sich aktuell gezeigt hat, werden Newsletter, die Shortlinks des Anbieters bitly enthalten, nicht mehr zugestellt. Alle Newsletter, die gekürzte Links dieses Anbieters beinhalten, werden direkt blockiert und als Hard-Bounce (nicht zustellbar) zurückgeliefert. Die eigene Empfängerliste schrumpft deshalb fälschlicherweise durch unzustellbare E-Mails, deren Empfänger eigentlich grundlegend existent sind, dramatisch.

Der Grund hierfür ist ein Eintrag in einer der weltweit bedeutendsten Blacklists „Spamhaus“. Viele Provider und Mailserver prüfen bei jeder eingehenden E-Mails eben diese Blacklist auf mögliche Einträge von IP-Adressen oder Domains. E-Mails mit positiven Treffern in Spamhaus werden somit direkt abgewiesen oder zwar angenommen, jedoch direkt im Abschluss verworfen, ohne den eigentlichen Empfänger zu erreichen.

Daher raten wir den Nutzern von Newsletter2Go an dieser Stelle, generell auf die Verwendung von Link-Kürzungen im Newsletter zu verzichten. Nur so können Sie vermeiden, ungewollt aufgrund eines Blacklisteintrags blockiert zu werden.

Alternativen zur Verwendung von Shortlinks

Sollten Sie URL-Shortener nutzen, um Ihre Links tracken zu können oder Tracking-Codes zu verbergen, gibt es deutlich bessere Alternativen. Verlassen Sie sich deshalb beim Link-Tracking Ihrer E-Mails nicht auf URL-Shortener. Im Newsletter sollten Sie generell keine Links in Textform einbauen, sondern sinnvolle Ankertexte verlinken (z.B. Newsletter2Go statt https://www.newsletter2go.de/). Der Link-Shortener bringt Ihnen in diesem Fall ohnehin nichts.

Falls Sie vermeiden möchten, dass Ihre getrackten Links über die Domain von Newsletter2Go umgeleitet werden, können Sie auch eine eigene Tracking-Domain nutzen. Im Newsletter wird damit Ihre eigene Domain angezeigt und es ist nicht sichtbar, welche Newsletter Software Sie nutzen. Dieses Vorgehen ist deutlich sicherer und vertrauenswürdiger als die Nutzung von URL-Shortenern. Sie laufen keine Gefahr, dass Ihre E-Mails aufgrund der geblacklisteten Links abgewiesen werden.

Haben Sie noch Fragen zu Verwendung von URL-Shortenern? Hinterlassen Sie einfach direkt unter diesem Beitrag einen Kommentar.

3 Kommentare

  1. Wow, sehr interessant. Die Frage für mich ist, warum bitly in die Spamliste eingetragen wurde. Geht es gegen URL Shortener an sich? In dem Fall müssten ja auch andere betroffen sein. Meine Frage: Warum ist bitly “schlimmer” als andere? Sollte man generell auf URL Shortener in Newslettern verzichten?

    1. Wie Sie schon richtig vermuten, ist bitly generell nicht “schlimmer” als andere – offensichtlich haben aber Spam-Versender den Service genutzt und massive Beschwerden auf den Anbieter gezogen. Weil die Opfer der Spammer die entsprechenden E-Mails gemeldet haben, wurden diese wahrscheinlich geparst und alle enthaltenen Domains an die Blacklist gemeldet. Darunter muss dann eben auch bitly gewesen sein.

  2. Ein Blick nach mxtoolbox ist für Webmaster immer hilfreich. Trotzdem daaanke für den Hinweis, auch wenn das Verbergen des Trackings ohnehin keinen Sinn macht – wir kämen nie auf die Idee !

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>