Sponsored Product Ads – Werbeanzeigen auf Marktplätzen

Miriam Gebbing

SEO und klassische Werbeanzeigen gelten seit langem als wichtige Marketing-Instrumente, um von Käufern bei Google möglichst schnell gefunden zu werden. Doch Studien zeigen: Immer mehr Konsumenten suchen nicht auf Google, sondern direkt auf Verkaufsplattformen und in bestimmten Onlineshops nach Produkten, was wiederum neue Marketing-Strategien erfordert. Miriam Gebbing ist Online-Redakteurin bei real.digital und thematisiert auf dem Händler-Branchenblog real2business relevante Inhalte und Neuerungen im Bereich des E-Commerce. In diesem Beitrag erläutert sie die Relevanz von sogenannten Sponsored Product Ads, den gesponsorten Werbeanzeigen auf Marktplätzen.

Was sind Werbeanzeigen auf Marktplätzen?

Mit dem Werbeprogramm Sponsored Product Ads legen Marktplatzhändler fest, dass ausgewählte Produkte oder Produktgruppen bei bestimmten Suchanfragen, Produktdetailseiten oder in Kategorien beworben werden. Es handelt sich dabei um ein performance-basiertes Werbetool, durch das Produkte an prominenter Stelle platziert werden, beispielsweise an erster Stelle einer Suchergebnisseite. Im Backoffice können die Händler in der Regel eigenständig Kampagnen erstellen, analysieren und bei Bedarf optimieren. Das übergeordnete Ziel dieser Vermarktungsmöglichkeit ist die Umsatzsteigerung.

Marktplatz-Marketing wird für Händler immer wichtiger: Die Möglichkeit, Werbeanzeigen auf Marktplätzen zu schalten, ist Teil einer Marketing-Strategie, der Marktplatzoptimierung von Produkten (abgekürzt MPO). Weitere MPO-Strategien sind Marktplatz-SEO oder die Platzierung von Angeboten in einem Newsletter.

Vorteile von Sponsored Product Ads

Durch Sponsored Product Ads werden Umsatz- und Verkaufszahlen gesteigert. Im Gegensatz zum klassischen Display Advertising befindet sich der Kunde an Schlüsselstellen der klassischen Customer Journey: Auf der Suchergebnis-, Produktdetail- beziehungsweise Kategorieseite ist der Konsument bereits im unmittelbaren Kaufprozess, sodass die Bewerbung von Produkten durch Sponsored Product Ads oftmals eine sehr gute Klickrate und Conversion Rate aufweist.

Gesponsorte Produkte erreichen demnach Kunden, die sich bereits auf der Webseite befinden und dort nach Produkten suchen (Suchergebnis), sowie Konsumenten, die beispielsweise durch SEO oder Google Ads durch Suchanfragen bei Google kommen (Kategorie- und Produktdetailseite).

Sichtbarkeit erhöhen

Auf den meisten Marktplätzen werden mittlerweile mehrere Millionen Artikel angeboten, sodass es schwierig ist, auf den ersten Seiten zu landen. Wem es nicht in erster Linie um eine sofortige Umsatzsteigerung geht, der kann mit Werbeanzeigen auch seine Markensichtbarkeit erhöhen, beispielsweise wenn die Konkurrenz in der organischen Suche sehr hoch ist.

Verkäufe ankurbeln

Gesponserte Produkte haben den Vorteil, dass Sie spezielle Angebote auch kurzfristig bewerben können. Sponsored Product Ads eignen sich auch für den Abverkauf von Produkten oder die intensive Bewerbung von saisonalen Artikeln in einem bestimmten Zeitraum.

Bewerbung neuer Artikel

Produkte, die neu im Sortiment sind, weisen zunächst nur geringe Verkaufszahlen auf, was auch die Sichtbarkeit in der organischen Suche verschlechtert. Auf vielen Marktplätzen gilt für die Standartsortierung der Suchergebnisse: Je beliebter ein Produkt, desto höher wird es auch in der organischen Suche gerankt. Wer also mit Werbeanzeigen die Performance und den Verkauf neuer Produkte stärkt, kann gegebenenfalls auch das organische Ranking verbessern.

Auch wenn immer mehr Händler Sponsored Product Ads schalten, ist die Konkurrenz bei solchen Programmen bei weitem nicht so groß wie bei Google Ads. Werbeanzeigen auf Marktplätzen bieten somit ein enormes Potenzial. Mit verhältnismäßig geringen Kosten lassen sich gute Umsätze generieren.

real.de, Amazon und eBay: Sponsored Product Ads auf verschiedenen Marktplätzen

Egal ob real.de, Amazon oder eBay: Die meisten großen Marktplätze bieten ihren Händlern die Möglichkeit, Werbeanzeigen auf Suchergebnis-, Produktdetail- und Kategorieseiten zu schalten. Die Kostengestaltung ist dabei sehr transparent und steuerbar, so lassen sich häufig maximale Tages- oder Gesamtbudgets für einzelne Kampagnen festlegen. Die Abrechnung erfolgt auf unterschiedliche Art und Weise, als gängigstes Modell gilt der CPC.

  • PPC (pay per click) bzw. CPC (cost per click) = Kosten pro Klick auf Basis des maximalen Gebots
  • CPM (cost per mille) = Tausend-Kontakt-Preis, Werbekosten pro 1.000 Impressionen
  • CPP (cost per purchase) = Kosten pro verkaufte Einheit

Um Werbeanzeigen zu schalten, müssen Sie auf dem entsprechenden Portal registrierter Händler sein und Produkte im Sortiment haben.

Nicht nur die Abrechnung, sondern auch die Ausspielung der Werbeanzeige basiert auf dem jeweiligen Modell. Gängig ist hier das Auktionsprinzip, bei dem Sie ein Klickgebot oder einen Tausend-Kontakt-Preis abgeben, den Sie zu zahlen bereit sind. Es handelt sich hierbei in der Regel um Zweitpreisauktionen, bei dem der Höchstbietende gewinnt, jedoch nicht sein Maximalgebot, sondern das zweithöchste Gebot bezahlt.

real.de

real.de setzt bei seinen Sponsored Product Ads auf ein CPC-basiertes Modell. Das Backoffice des Händlerkontos erlaubt ein selbstständiges Kampagnen-Setup, sodass Sie stets die volle (Kosten-)Kontrolle über Ihre Anzeigengruppen behalten: Bei Sponsored Product Ads auf real.de legen Sie nicht nur das Budget fest, sondern haben auch die Möglichkeit, aktive Kampagnen zu pausieren oder – beispielsweise saisonale Kampagnen – zu einem bestimmten Zeitpunkt auslaufen zu lassen. Besonderheiten sind bei real.de auch die vielfältigen Automatisierungsmöglichkeiten, mit denen sich Angebote sehr individuell anpassen lassen.

Hilfreich für die Erfolgsevaluierung ist das Dashboard, welches einen Überblick über Ausgaben, Verkäufe (Gesamtsumme) und ACoS (Advertising Cost of Sale) bietet. Darüber hinaus erhalten Händler Einblicke in weitere aufschlussreiche Berichte mit ergänzenden KPIs.

Amazon

Sponsored Product Ads auf Amazon ermöglichen es, Produkte gut sichtbar zu platzieren, beispielsweise auf der ersten Seite der Suchergebnisse oder der Produktdetailseite. Händler geben CPC-Gebote auf bestimmte Keywords oder Produkte ab, die bei entsprechender Relevanz ausgespielt werden.

Dabei bietet Amazon seinen Händlern und Markeninhabern zwei verschiedene Werbekonzepte: Während mit Sponsored Product Ads einzelne Artikel beworben werden, platzieren registrierte Markeninhaber mit Sponsored Brands Ads ihre gesamte Marke prominent.

eBay

Werbeanzeigen für Händler heißen auf eBay Promoted Listings. Dabei setzt der Marktplatz als einer der wenigen nicht auf die Abrechnung per CPC, sondern auf CPP-Basis. Kosten fallen somit erst dann an, wenn der Kunde auf das Produkt klickt und es innerhalb von 30 Tagen erwirbt. Bezahlt wird dann die sogenannte Ad Rate, ein prozentualer Anteil am Verkaufspreis des Produktes. Diese wird vom Händler im Voraus festgelegt. Wer mehr Impressionen möchte, braucht eine kompetitive Ad Rate, durchschnittliche Werte für unterschiedliche Kategorien lassen sich auf der Webseite von eBay einsehen.

Fazit

Egal ob Nischenprodukt oder Bestseller: Mit gesponsorten Anzeigen lassen sich gewünschte Produkte ohne großen Aufwand effektiv bewerben. Fast alle Marktplätze erleichtern dank automatischer Voreinstellungen das Anlegen neuer Kampagnen, sodass auch Neulinge sich schnell zurechtfinden. Nutzen Sie Sponsored Product Ads und Promoted Listings, um Ihre Gewinne auf Marktplätzen zu steigern und Ihre Markenbekanntheit zu stärken. Am besten starten Sie direkt noch heute damit – als Händler auf real.de!

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