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Verkaufspsychologie: 6 optische Trigger für erfolgreiches E-Mail Marketing

Optische Trigger

E-Mail Marketing ist ein wichtiger Bestandteil im Marketing. Nicht nur die Inhalte sind für den Marketing-Erfolg maßgebend, auch die Gestaltung des Newsletters trägt wesentlich zum Ergebnis bei. Neben klassischen Gestaltungsrichtlinien können auch optische Trigger gesetzt werden, um Bindungs- und Kaufimpulse auszulösen. Wie Sie diese verkaufspsychologische Maßnahme am besten umsetzen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was sind optische Trigger?

Ziel eines jeden Unternehmen ist es, das Interesse für sich und die eigenen Produkte zu wecken. Neben strategisch gut konzipierten Texten und ansprechenden Gestaltungselementen, können auch verkaufspsychologische Maßnahmen eingesetzt werden, um den Erfolg weiter auszubauen. Eine verkaufspsychologische Maßnahme sind optische Trigger.

Optische Trigger sind Auslöser, die durch visuelle Schemata entstehen. Sie führen dazu, dass der Empfänger sich mit dem Newsletter auseinandersetzen möchte. Der Grundsatz dieses psychologischen Phänomens lässt sich auf biologische Prozesse zurückführen. In der Neurobiologie wird bereits seit längerer Zeit erforscht, wie genau der Mensch auf visuelle Auslöser reagiert. Visuelle Kommunikation macht einen großen Anteil im menschlichen Gehirn aus und kann sich daher auch im E-Mail Marketing zum Vorteil gemacht werden.

Es gibt verschiedenste Arten optischer Trigger. Hierbei spielen insbesondere die persönlichen und kulturell geprägten Gewohnheiten eine Rolle. Optische Trigger belaufen sich meist auf Dinge wie Sehgewohnheiten, Farben und Bilder. Aber auch Schlüsselreize, beispielsweise ausgelöst durch das Kindchenschema, stehen im Fokus von verkaufspsychologischen Maßnahmen.

So setzen Sie optische Trigger optimal ein

Damit Sie Ihr volles Potenzial nutzen und Ihren E-Mail-Marketing-Erfolg ausbauen können, haben wir an dieser Stelle die sechs wichtigsten optischen Trigger für Sie zusammengefasst. Mit Hilfe dieser optischen Trigger gelingt es Ihnen schnell und einfach, das Interesse Ihrer Empfänger zu steigern.

Trigger 1: Die richtige Leseführung

Von Büchern, Zeitschriften, Webseiten und sogar einigen Alltagssituationen sind Menschen es gewohnt, das Geschehen stets von oben links nach unten rechts wahrzunehmen. Bücher und Zeitschriften werden von links nach rechts gelesen, Internetseiten werden auf die gleiche Art und Weise visuell verarbeitet. Selbst bei einem Konzert nehmen wir das Geschehen oft von links nach rechts und von oben nach unten wahr, weshalb Bühnenbilder oft so konzipiert sind. Auch im Straßenverkehr verfolgen wir diese Strategie.

Dieses Schema ist vor allem kulturell geprägt und tief in der Struktur des menschlichen Gehirns verankert. Daher sollte auch im E-Mail Marketing die Leseführung beachtet werden. Die wichtigsten Elemente, wie zum Beispiel das Firmenlogo, werden daher idealerweise oben links platziert. Es folgt eine aussagekräftige Übersicht und ein Bezugsobjekt, welches sich in Form eines Bildes oder Videos äußer kann. Elemente werden je nach Priorität so geordnet, dass sie sich der natürlichen Leseführung anpassen.

Trigger 2: Bilder sagen mehr als tausend Worte

Geschichten und Emotionen können mit Hilfe von Bildern besonders gut transportiert werden. Emotionen führen bekanntlich zu den meisten Kaufentscheidungen. Die Wahl für die richtige Grafik kann hierbei verständlicherweise schwer fallen. Sie sollten sich stets vor Augen führen, welches Ziel Sie verfolgen. Nur dann sind Sie in der Lage, optimale Ergebnisse zu erzielen. Das Bezugsobjekt im Newsletter sollte besonders sorgfältig ausgewählt werden, da es die ersten Blicke auf sich zieht.

Prinzipiell gilt: Empfänger interessieren sich oft viel mehr für das Drumherum von einer Werbeanzeige, als für das tatsächliche Produkt. So sollte insbesondere bei Bildern darauf geachtet werden, wie das Produkt dargestellt ist und welche Person das Produkt repräsentiert. So verkauft sich ein Familienwagen am Besten, wenn auf dem Bild eine glückliche Familie im Auto sitzt.

Besonders emotional wahrgenommen werden jegliche Art von Grafiken, die Babies oder Tierkinder zeigen. Dies lässt sich auf das sogenannte Kindchenschema zurückführen. Das Kindchenschema löst bei Menschen positive Emotionen aus, die sich auf Gefühle der Fürsorge beziehen. Vermehrt tritt dieses Phänomen bei Frauen auf. Ein rundes Gesicht, große, runde Augen sowie ein vergleichsweise großer Kopf tragen zu diesen Emotionen bei. Das Kindchenschema findet sich teilweise sogar im Produktdesign wieder. So werden Autos, die typischerweise von Frauen gefahren werden, häufig nach diesen Merkmalen gestaltet.

Das Kindchenschema ist bei der Auswahl der Bilder dementsprechend eine ideale Möglichkeit, einen optischen Trigger zu setzen. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass das Kindchenschema auch in den Kontext passt.

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Trigger 3: Setzen Sie Ihre Produkte verkaufsfördernd in Szene

Die Produktpräsentation ist mindestens genauso wichtig, wie die Produkte selbst und geht Hand in Hand mit dem vorangegangenen Trigger. In einem Newsletter präsentieren Sie Ihre Produkte in der Regel durch Bilder oder Videos. Es ist daher sehr wichtig, wie Ihre Produkte in Szene gesetzt werden..

Bei der Aufnahme von Produktbildern gilt stets der optische Trigger “weniger ist mehr”. Der Hintergrund oder die Dekoration sollte keinesfalls vom Produkt ablenken. Das Produkt muss jederzeit im Fokus des Bildes stehen, damit der Empfänger sich nicht überfordert fühlt. Geben Sie Ihren Produkten die Möglichkeit, auf den Empfänger zu wirken. Hierfür eignen sich helle Hintergründe und ausgewählte dekorative Elemente besonders gut.

Trigger 4: Emotionale Trigger durch Farben

Farben und ihre Wirkung sind ein weiterer wichtiger Trigger. Farben bestimmen maßgeblich, ob ein Newsletter optisch als attraktiv gewertet wird oder nicht. Die Auswahl der Farbgestaltung sollte stets bewusst und mit Intention erfolgen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Farben und ihre Wirkung übersichtlich für Sie zusammengefasst.

  • Rot: Die Farbe Rot hat zwei sehr gegensätzliche Wirkungen. Zum einen ist diese Farbe eine sehr warme Farbe und steht für Liebe. Sie wird besonders häufig für Mailings zum Thema Valentinstag oder Weihnachten eingesetzt. Auf der anderen Seite ist Rot bekanntlich eine Signalfarbe, die eine große Wirkung erzielen kann. Buttons in einer knalligen Signalfarbe werden nachweislich öfter angeklickt als Buttons in anderen Farben.
  • Gelb: Die Farbe Gelb wird häufig direkt mit der Sonne assoziiert und hat daher einen warmen, energetischen Effekt. Sie strahlt Vitalität, Eleganz und Glück aus. Diese Farbe wird besonders oft in den wärmeren Monaten verwendet, um die Sommerstimmung der Empfänger optimal zu untermalen.
  • Grün: Die Farbe Grün erzeugt Assoziationen mit der Natur und steht für Harmonie und Natürlichkeit. Diese Farbe eignet sich ausgezeichnet für Newsletter zum Thema Gesundheit, Erholung, Natur und Reisen.
  • Blau: Diese Farbe wird universell mit einem Gefühl von Zuverlässigkeit und Vertrauen in Verbindung gebracht. Auffällig ist die Nutzung der Farbe Blau bei Unternehmen, die zu einem hohen Maß auf das Vertrauen der Kunden angewiesen sind. Hierbei kann es sich beispielsweise um Versicherungsdienstleister, Banken oder soziale Netzwerke handeln.
  • Schwarz: Schwarz steht für puren Luxus und Eleganz, aber auch für Professionalität. In vielen hochpreisigen Designer-Unternehmen findet sich diese Farbe wieder. Produkte erscheinen automatisch hochwertiger, wenn sie mit der Farbe Schwarz in Verbindung gebracht werden.
individuelle an und abmeldeseiten

Trigger 5: Gestalterische Maßnahmen als optischer Trigger

Optische Trigger können durch Schriftarten, Formatierungen und Schriftfarben gesetzt werden. Dabei sollte stets darauf geachtet werden, dass der Text nicht unübersichtlich oder bunt wird. Besonders wichtige Inhalte können im Newsletter als fettgedruckt oder kursiv hervorgehoben werden.

Auch Listen eignen sich gut als optische Trigger. Das menschliche Gehirn fühlt sich intuitiv zu Übersichtlichkeit und Ordnung hingezogen. Ist – je nach Sinnhaftigkeit des Inhaltes – eine Liste im Newsletter enthalten, so zieht diese eine besondere Aufmerksamkeit auf sich.

Texte anpassen beim Newsletter erstellen

Trigger 6: Signalwörter bleiben länger im Gehirn

Bestimmte Wörter werden vom menschlichen Gehirn schneller wahrgenommen und bleiben auch länger im Gedächtnis. Im Newsletter Marketing ist es daher von Vorteil, solche Signalwörter in den Inhalt einzubauen, um die Aufmerksamkeit des Empfängers an das Mailing zu binden.

Signalwörter beginnen in der Überschrift und ziehen sich durch den Text hindurch bis zur Fußzeile eines Newsletters. Schon in der Überschrift sollten ein bis zwei Signalwörter eingearbeitet werden, um die erste Aufmerksamkeit des Empfängers zu gewinnen. Ideale Signalwörter für die Überschrift sind zum Beispiel die Wörter “entdecken” oder “erfahren”. Eine Mailing Headline könnte folgendermaßen formuliert sein:

  1. Entdecken Sie unsere neue Kollektion, Frau Müller!
  2. Erfahren Sie mehr über unser Event, Herr Meier!
  3. Entdecken und gewinnen: So funktioniert’s!

Wörter, die zu einer Aktion auffordern oder Emotionen transportieren, gelten generell als Signalwörter. Call-to-Actions sind daher gute optische Trigger, sofern sie gut formuliert und ansprechend gestaltet sind. Dies könnte zum Beispiel in Form eines Buttons geschehen. Auch die Aufforderung, den Social-Media-Konten zu folgen, gilt als Signalwort.

Fazit – maximaler E-Mail-Marketing-Erfolg durch optische Trigger

Es gibt eine Vielzahl optischer Trigger, die in jeden Newsletter eingebaut werden können. Hierbei sollte stets darauf geachtet werden, dass die verkaufspsychologische Maßnahme zum Kontext des Mailings passt. Durch optische Trigger ist es möglich, die Aufmerksamkeit der Empfänger auf den Newsletter zu leiten und auch dort zu behalten. Dies wiederum steigert die Kundenbindung und die Umsätze.

Über den Autor

Soraya Segni
Junior Content Manager

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