Kostenlos testen Login
Home » Blog » Mailinglist prüfen: Rechtliche Voraussetzungen – E-Mail-Adressen mit und ohne Double Opt In

Mailinglist prüfen: Rechtliche Voraussetzungen – E-Mail-Adressen mit und ohne Double Opt In

16. Mai 2011

Rechtliche Voraussetzungen

E-Mail-Adressen abfragen – mit oder ohne Double Opt In?

Das Abfragen von E-Mail-Adressen ist mit einigen rechtlichen Voraussetzungen verbunden, die unbedingt beachtet werden müssen. Lesen sie im Folgenden Antworten auf Fragen wie: “Ist eine Adressabfragung ohne Opt-In-Verfahren ausreichend oder muss es ein Double-Opt-In-Verfahren sein?”

Die rechtlichen Voraussetzungen

Die rechtlichen Voraussetzungen für den Versand von E-Mails, insbesondere im werblichen Kontext, sind eng gefasst. Generell bedarf jeglicher Kontakt per elektronischer Post der Einwilligung des Empfängers. Die Einwilligung hat ausdrücklich und aktiv zu erfolgen. Eine konkludente Einverständniserklärung, wie durch das Akzeptieren der AGB oder durch einen entsprechenden Hinweis etwa auf der Website des Versenders, ist nicht zulässig. Ein Newsletter ohne Opt-In-Verfahren ist nicht ausreichend. Für die rechtlich abgesicherte Zustellung eines Mailings ist daher die eindeutig belegbare Einwilligung des Adressaten notwendig. Bereits bestehende Kundenbeziehungen bilden hier eine Ausnahme.

Rechtssicherheit für die Einwilligung im Newsletter-Marketing

Rechtliche Sicherheit im Newsletter Marketing verspricht hingegen das Double-Opt-In-Anmeldeformular. Bei diesem auch als Closed Loop Opt In bekannten Vorgehen enthält die Anmeldungsbestätigung einen individuellen Aktivierungslink, über den der Empfänger sein Einverständnis erneut bestätigen muss. Ohne diese Bestätigung wird die E-Mail-Adresse nicht in den Bestand des Anbieters übernommen.

Bei allen drei Formen ist die Einwilligung zum Erhalt von Werbemails bzw. der Zusendung anderweitiger Informationen aktiv zu erteilen, das entsprechende Optionsfeld darf dabei nicht bereits standardmäßig markiert sein.

Unsere Newsletter Software integriert und automatisiert die Prozesse des Double-Opt-In-Verfahrens zum Newsletter. Dabei ist die volle Rechtssicherheit gegeben und die Kunden können sich auf die Erstellung ihrer Newsletter und der Optimierung ihrer Botschaft konzentrieren.

Bestehende Kundenbeziehung – Urteil des LG Berlin

Besteht zu potentiellen Empfängern (beispielsweise eines neu aufgesetzten Newsletters) bereits eine Kundenbeziehung, liegt jedoch keine explizite Einwilligung nach den oben genannten Kriterien vor, macht die Rechtssprechung eine Ausnahme.
§ 7 Abs. 3 UWG definiert dabei die Voraussetzungen, unter denen diese E-Mail-Adressen in den Verteiler aufgenommen werden dürfen:

  1. Die Adresse muss im Rahmen eines Verkaufs oder einer Dienstleistung gewonnen worden sein.
  2. Es darf kein Widerspruch zur Verwendung seitens des Kunden vorliegen.
  3. Bei jedem Kontakt muss wiederholt auf die Möglichkeit des Widerspruchs hingewiesen werden.
  4. Zulässig ist ausschließlich Direktwerbung für eigene Leistungen und Produkte, die zudem denen der Erstbestellung (Adressgewinnung) ähnlich sein müssen bzw. „dem gleichen typischen Verwendungszweck oder Bedarf des Kunden entsprechen“. Diese Ausnahmeregelung des LG Berlin und OLG Jena sei zudem „zum Schutz des Kunden vor unerbetener Werbung […] eng auszulegen“.

Der letzte Punkt lässt deutlich werden, dass von einem Vorgehen nach § 7 im Zweifel abzuraten sein muss. Mit einem Double-Opt-In-Verfahren sind Sie aber auf der sicheren Seite und können die generierten Adressen verwenden und Ihr Newsletter Marketing fortführen.

Ein Newsletter ohne Opt In zu verschicken ist nicht rechtssicher. Um auf der sicheren Seite zu sein, verwenden Sie ein Double-Opt-In-Verfahren. Dies ist eine praktikable und kundenfreundliche Möglichkeit, den Versand von Newslettern und Werbung von vornherein ohne Komplikationspotential zu realisieren. Für beide Seiten eine gute Lösung. Überprüfen Sie Ihre Mailinglist und passen Ihre Anmeldung zum Newsletter an, um alle rechtlichen Voraussetzungen zu erfüllen.

3 Kommentare

  1. Wie kann ich im Anklagefall, dem Kunden beweisen, dass er den Newsletter per double opt-in bestätigt hat?
    Wo kann ich einsehen, dass diese Person den double opt-in Link geklickt hat?

    1. Annemarie Lennicke - 20. Juni 2018 um 3:19 pm Uhr

      Guten Tag,

      dies ist in der Software ersichtlich. Dort steht genau, wann ein Empfänger das Double-Opt-In-Mailing erhalten hat und wann auf den DOI Link geklickt wurde.

      Viele Grüße,
      Annemarie von Newsletter2Go

  2. Sehr interessanter Artikel!
    Insbesondere der Absatz zum Urteil zeigt mir, wie viele Unternehmen sich nicht an geltende Gesetze halten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    Newsletter2Go verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.