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Was muss man beim internationalen E-Mail Marketing beachten?

13. April 2016

Internationales E-Mail Marketing

Regelungen für E-Mail Marketing in Frankreich und UK

Wer seriöses E-Mail Marketing betreiben möchte, muss einige rechtliche Vorgaben erfüllen. In Deutschland sind diese relativ streng: Telemediengesetz, Telekommunikationsgesetz, Bundesdatenschutzgesetz und weitere reglementieren den Versand von Marketing-E-Mails und den Umgang mit personenbezogenen Daten.

Was aber, wenn man nicht nur an Empfänger in Deutschland versendet? In anderen Ländern unterscheiden sich die Regelungen mehr oder weniger stark, sind jedoch teilweise recht undurchsichtig. Daher möchten wir Ihnen in diesem Beitrag die Rechtslage in zwei der größten E-Commerce-Märkte Europas veranschaulichen: Frankreich und UK. Wir werden dabei auf die wichtigsten Auflagen und Regelungen eingehen.

Insgesamt kann man sich beim E-Mail Marketing innerhalb Europas am allgemeinen EU-Recht orientieren. Die EU Direktive 2002/58/EC sieht vor, dass vor dem Versand werblicher Botschaften per E-Mail eine eindeutige Einverständniserklärung des Empfängers vorliegen muss. Ein Opt-Out oder eine Abmeldung muss jederzeit ohne Umwege möglich sein.

Mit einem Double Opt-In-Anmeldeprozess ist man also auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Dieser empfiehlt sich außerdem aus Gründen des Reputationsmanagement. Bei Personen, die Ihren Newsletter explizit anfordern, dürften deutlich weniger Abmeldungen und Spam-Reports auftreten. Eine niedrige Bounce- und Beschwerderate führt zu einer guten Reputation und damit zu guten Zustellraten.

Die Rechtslage zum E-Mail Marketing in UK

Wie auch in Deutschland dürfen werbliche E-Mails im Vereinigten Königreich nur mit ausdrücklicher Zustimmung versendet werden. Die Abmeldung muss jederzeit möglich sein. Außerdem muss jede E-Mail eindeutig zeigen, wer ihr Absender ist, ob etwas verkauft werden soll, was das Angebot ist und was die Konditionen sind.

Es kommt dabei darauf an, was der Zweck der E-Mail ist. Auf jeden Fall sind keine ungefragten E-Mails erlaubt, die Marketingzwecken dienen. Bei schwerwiegenden Verstößen können bis zu 500.000 Pfund Strafe fällig werden.

Zur Form, wie die Einverständniserklärung vorgenommen muss, gibt es keine allgemeine Regelung. Ob ein Opt-Out ausreicht oder ein Opt-In erforderlich ist, hängt von den Daten ab, die involviert sind. Sind keine empfindlichen personenbezogenen Daten im Spiel (also z.B. beim Versand an allgemein zugängliche, unpersönliche Adressen), reicht in der Regel ein Opt-Out. Ein Opt-In-Prozess ist immer dann erforderlich, wenn es um den Versand von Marketing-E-Mails an einzelne Empfänger geht. Dabei gibt es Ausnahmen bezüglich der Strenge, denn einzelne E-Mail-Provider haben häufig striktere Vorgaben als die allgemeine Gesetzgebung.

Unsere Empfehlung: Setzen Sie immer mindestens auf eine Opt-In-Lösung mit Dokumentation der Anmeldung (z.B. eigenständige Eingabe der E-Mail-Adresse in einem Anmeldeformular), besser auf einen Double Opt-In. Geben Sie keine vorausgefüllten Checkboxen vor und kaufen Sie auf keinen Fall Listen. Setzen Sie Abmeldungen sofort um und kontaktieren Sie abgemeldete Empfänger nicht mehr.

dma (Digital Marketing Association)

Newsletter2Go ist als internationaler Anbieter für Newsletter Software Mitglied der britischen dma. Der Verband hat über 1000 Mitglieder bestehend aus großen Marken, NGOs, Werbe- und Marketingagenturen und Anbietern von Direktmarketing. Alle Mitglieder halten sich an einen „Code of Conduct“, den dma Code.

Grundprinzip dieses Codes ist, dass die Kunden bzw. Empfänger immer an erster Stelle stehen. Sie sollen einen durchweg positiven und transparenten Eindruck von der Kommunikation mit einem Unternehmen haben. Wenn sie Marketing-Informationen erhalten, sollen diese relevant sein und ihre persönlichen Interessen wiederspiegeln. Außerdem erhalten sie unmittelbaren, effizienten und höflichen Service.

Diese Grundprinzipien verlangen, dass unbedingt die Privatsphäre der Empfänger respektiert wird und entsprechend der Kundenerwartungen gehandelt wird. Außerdem sollen Unternehmen über alle Geschäftsbereiche hinweg ehrlich, fair und transparent sein. Ein sorgsamer Umgang mit den persönlichen Daten der Kunden ist selbstverständlich. Auch zum verantwortungsvollen Handeln und zur Achtung entsprechender Gesetze verpflichten sich Mitglieder der dma. Die Mitgliedschaft von Newsletter2Go verleiht Ihnen beim Versand im Vereinigten Königreich also selbst Vertrauenswürdigkeit und Zuverlässigkeit.

Rechtliche Bedingungen für E-Mail Marketing in Frankreich

In Frankreich ist für die Zusendung werblicher E-Mails generell ein Opt-In erforderlich. Davon ausgenommen sind ausdrücklich E-Mails, die in direktem Zusammenhang mit dem Jobtitel oder der Position einer Person stehen. Beziehen sich die Werbe-E-Mails darauf, ist keine vorige Einverständniserklärung erforderlich.

In allen anderen Fällen ist der Opt-In aber vorgeschrieben. Bei Missachtung dieser Regel drohen bis zu 750€ Strafe pro versendeter E-Mail.

Für das E-Mail Marketing in Frankreich ist wichtig, dass nur notwendige Daten erhoben und die Empfänger über die Verwendung ihrer Daten klar informiert werden. Außerdem muss eine Einspruchsmöglichkeit bezüglich der Verwendung personenbezogener Daten geben. Ansonsten gilt das übergreifende EU-Recht.

sncd (syndicat national de la communication directe)

Das sncd ist eine professionelle Organisation von Anbietern direkter Kommunikation und Relationship Marketing. Es hat ca. 200 Mitglieder, die sich zur Einhaltung beruflicher und ethischer Standards verpflichten. Auch Newsletter2Go ist beim führenden Direktmarketing-Verband in Frankreich Mitglied.

Zu den Grundsätzen des sncd gehört die Vertraulichkeit von Daten. Dazu gehört, dass keine Adressen weitergegeben werden und Daten, Dokumente und Medien angemessen geschützt werden.

Außerdem verlangt das sncd Offenheit darüber, wer im Unternehmen mit personenbezogenen Daten in Berührung kommt. Ehrlichkeit bei Beratung und Verkauf sind ebenfalls ein Muss.

Sie können also sicher gehen, dass Newsletter2Go die Standards für E-Mail Marketing in UK und Frankreich einhält und bewahrt. Weil Newsletter2Go die rechtlichen Vorgaben der EU sogar übererfüllt, versenden Sie auch an Empfänger in diesen Ländern zuverlässig und rechtssicher.

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