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Gastbeitrag – 5 wichtige SEO-Kriterien für E-Mail-Landingpages

18. Oktober 2016

SEO-Kriterien fuer E-Mail-Landingpages

Landingpages für E-Mail-Kampagnen haben eine wichtige Aufgabe. Sie sollen aus Mailings generierten Traffic in Leads und Conversions umwandeln. Damit diese Seiten ihren Zweck optimal erfüllen, spielen nicht nur Webdesign und Inhalte eine wichtige Rolle.

Dass Aspekte der Suchmaschinenoptimierung zu erfolgreichen E-Mail-Landingpages beitragen, ist vielen Marketern weniger bewusst. In diesem Beitrag erhalten Sie deshalb 5 wichtige Tipps zur erfolgreichen Gestaltung von E-Mail-Landingpages.

Warum SEO mehr ist als nur Suchmaschinenoptimierung

Die Abkürzung SEO wird nicht umsonst heutzutage oftmals auch mit “Search Experience Optimization” übersetzt, denn die Disziplin ist inzwischen fester Bestandteil des Online-Marketings. War SEO einst nur starr darauf ausgerichtet, Webseiten technisch für Suchmaschinen zu optimieren, steht heute die positive Nutzererfahrung mit im Zentrum der Optimierung.

Somit kann SEO für die Gestaltung von E-Mail-Landingpages wichtigen Input liefern. Dabei sollten die folgenden fünf Aspekte beachtet werden:

1. Keywordfokus

In der Suchmaschinenoptimierung gilt, dass jede Webseite auf ein zentrales Keyword oder eine zentrale Keywordkombination ausgerichtet wird. Dabei geht es jedoch weniger um die gehäufte Verwendung eines oder mehrere Keywords, sondern um die ganzheitliche Bearbeitung des Terms als „Thema“ der Zielseite.

Bei E-Mail-Landingpages wird dieser Keywordfokus ausschlaggebend von Ihrem Mailing vorgegeben. Empfehlenswert ist es deshalb, die Landingpage anhand zentraler Suchbegriffe des Mailings auszurichten.

Welche Art von Begriffen Sie dabei verwenden, hängt dann vom Ziel der Landingpage ab: Liegt der Informationsaspekt der Zielseite stärker im Fokus, sollten auch sogenannte „informational keywords“ im Vordergrund stehen. Soll der Kaufaspekt zentraler sein, sind „transactional keywords“ gefragt.

Typische “transactional keywords” sind Kombinationen aus Keyword und “kaufen”, zum Beispiel “Schuhe kaufen”, “Aktien kaufen”.

Im Gegensatz dazu wären “informational keywords” zum Beispiel: “Schuhe herstellen” oder “Aktien beurteilen”.

Der Google AdWords Keyword Planner ist eine sinnvolle Möglichkeit, um relevante Keywords mit entsprechendem Suchvolumen zu ermitteln. Weitere praktische Tools sind z.B. Google Trends sowie Übersuggest.

Übersuggest

Abbildung 1: Ergebnisse von übersuggest zum Keyword “landingpage”.

2. Klare Struktur

Der durchschnittliche Internetnutzer verbringt nur wenig Zeit damit, eine Webseite zu erfassen und deren Inhalte aufmerksam zu lesen. Auch Suchmaschinenrobots haben nur ein bestimmtes Zeit- und Datenbudget zum Crawlen von Webseiten zur Verfügung. Aus diesem Grund und aus Sicht der User Experience ist eine wichtige Regel in der Suchmaschinenoptimierung, dass Webseiten mit einer klaren Überschriftenstruktur arbeiten sollten.

Diese Tipps helfen Ihnen bei der weiteren Gestaltung der Landingpage-Struktur:

  • Verwenden Sie eine zentrale Überschrift. Diese Überschrift sollte mit einem h1-Tag ausgezeichnet werden. Formulieren Sie in dieser Überschrift die zentrale Aussage der Landingpage und beachten Sie dabei den Keyword-Fokus. Nachfolgende Überschriften werden in chronologisch absteigender Reihenfolge mit h-Tags versehen.
  • Verwenden Sie kurze Absätze. Mit Hilfe der Absätze können Sie den Lesefluss der Besucher steuern. Pro Absatz sollte nur ein neuer Inhaltsaspekt aufgeführt und abgehandelt werden.
  • Fetten Sie wichtige Satzbestandteile oder Begriffe. Durch die Hervorhebung wird die Aufmerksamkeit auf die zentralen Aussagen gelenkt. Der Leser hat es dadurch einfacher, den Sinn ihres Inhalts zu erfassen.

3. Zielführender Content

Nutzer und die Webseitenbetreiber profitieren gleichermaßen davon, wenn der Content auf Webseiten einen Mehrwert bietet. Zum einen wird dadurch das Nutzerbedürfnis befriedigt und zum anderen steigt dadurch die Chance, dass die Webseite an Rankings gewinnt. Denn letztlich belohnen Suchmaschinen hochwertige Inhalte durch bessere Platzierungen.

Damit Ihre Besucher nicht abspringen, wenn sie Ihre Landingpage besuchen, gelten gleiche Regeln. Ihr Content muss das Nutzerbedürfnis befriedigen.

Mögliche Gründe für eine hohe Absprungrate:

  • Nutzer finden auf der Seite nicht das, was sie gesucht haben.
  • Die Seite bietet keinen Mehrwert für die Nutzer.
  • Die Inhalte sind sprachlich schwer zu erfassen.

Im Vergleich zu herkömmlichen Webseiten sollen Landingpages Besucher zum Handeln auffordern. Gleiches gilt für E-Mail-Landingpages. Inhalte können beispielsweise um Call-to-Action-Elemente ergänzt werden, um die Interaktion auf der Seite zu steigern.

Content besteht nicht nur aus Texten, sondern ebenso aus Bildern, Videos oder Grafiken. Doch deren Einsatz erfordert ebenfalls einige Richtlinien, die beachtet werden sollten.

  • Fügen Sie Alt-Tags zu jedem Bild hinzu. Diese Tags werden angezeigt, sollten die Bilder im Browser des Nutzers nicht geladen werden können. So hat der Nutzer eine Möglichkeit, die Bilder auch ohne Bild zu „lesen“. Zugleich wird Ihre Landingpage dadurch ein Stück weit barrierefrei.
  • Beachten Sie die Bildgrößen. Bilder sollten immer in Text eingebettet werden. Versuchen Sie außerdem, wichtige Textelemente nicht als Bildgrafik einzubinden.
  • Platzieren Sie die zentrale Grafik als „hero shot“. Auf diese Weise ziehen Sie die Aufmerksamkeit des Besuchers sofort auf die wichtigen Aspekte Ihrer Landingpage.
airbnb

Abbildung 2: Heroshot auf der Startseite von airbnb.com.

4. Kurze Ladezeiten

Wenn ein Nutzer auf ein Suchergebnis einer Suchmaschine klickt, gibt er der Zielseite nur wenige Sekunden Zeit zum Laden. Die Aufmerksamkeitsspanne für den Seitenaufbau beträgt in der Regel knapp drei Sekunden, bis mehr als die Hälfte der Besucher die Seite wieder verlässt.

Dieser Aspekt lässt sich 1:1 auf E-Mail-Landingpages übertragen. Klickt ein Nutzer auf einen Link in der Mail, erwartet er, dass die Zielseite sich schnell aufbaut. Um keinen Besucher zu verlieren, sollten Sie folgende Tipps für einen schnellen Seitenaufbau beachten:

  • Reduzieren Sie den Quellcode auf das Wesentliche. Vermeiden Sie dabei unnötige Kommentare oder Leerstellen.
  • Komprimieren Sie Bilder und Grafiken. Durch die Komprimierung wird weniger Zeit zum Laden benötigt. Empfehlenswert ist es, .jpg-Dateien zu verwenden, um ohne Qualitätsverlust komprimieren zu können.
  • Nutzen Sie Techniken wie Browser-Caching. Damit werden wichtige Elemente der Webseite im Cache des Browsers abgelegt. Sie müssen bei einem weiteren Seitenaufruf nicht erneut geladen werden.
  • Fügen Sie CSS oder JavaScript zusammen und lagern Sie die Dateien aus. Durch die Auslagerung und das Zusammenlegen in eine Datei kann sich die Seite aufbauen, ohne dass der Browser warten muss, bis alle CSS-Dateien und Skripte geladen wurden.

Wie schnell Ihre Landingpage lädt, können Sie beispielsweise mit dem kostenlosen Google PageSpeed-Tool oder mit OnPage.org prüfen.

onpage.org

Abbildung 3: Ladezeiten mit OnPage.org kontrollieren.

5. Mobile Optimierung

Immer mehr Menschen gehen heutzutage mit ihrem Smartphone ins Internet. Marketing-Verantwortliche sollten deshalb darauf achten, dass Mailings und Newsletter für den Abruf auf mobilen Endgeräten konfiguriert sind.

Doch was geschieht, wenn die Nutzer auf eine Landingpage geführt werden, die nicht mobil optimiert ist? In diesem Fall ist mit ähnlichen Reaktionen zu rechnen, wie bei herkömmlichen Webseiten: Ein Großteil der Nutzer springt ab, die Bounce Rate erhöht sich. Der Erfolg des Mailings wird verringert.

Deshalb sollten Sie bei der Konzeption von Landingpages darauf achten, dass diese mobil optimiert werden. Heute stehen mit Dynamic Serving, Responsive Webdesign oder mobil-optimierten Subdomains verschiedene Möglichkeiten offen. Gängige Praxis für die meisten Webseiten ist Responsive Webdesign.

Weitere Tipps zur mobilen Optimierung:

  • Passen Sie den Head-Bereich auf kleinere Displays an.
  • Wählen Sie Schriftgrößen so aus, dass Texte auch auf kleinen Displays problemlos gelesen werden können. Empfehlenswert ist ohnehin, die Schriftgröße relativ anzugeben, damit sie sich automatisch der Displaygröße anpasst.
  • Schränken Sie die Verwendung von Multimedia-Elementen ein. Diese Dateien benötigen zusätzliche Ladezeit.
  • Verzichten Sie in der Navigation auf Hover-Menüs. Sie erschweren die Bedienung über Touchdisplays.

In diesem Tutorial erhalten Sie zudem wichtigen Handlungsempfehlungen und Informationen rund um die Mobile Optimierung von Webseiten.

Fazit

Erfolgreiche E-Mail-Landingpages sind nicht allein vom Können der Webdesigner oder Texter abhängig. Selbst wenn die Newsletter-Software neueste Technologien verwendet, fehlen ohne zentrale Aspekte der Suchmaschinenoptimierung wichtige, erfolgversprechende Ansätze.

Denn letztlich funktionieren E-Mail-Landingpages auf vielen Ebenen wie herkömmliche Webseiten: Sie sollen für eine möglichst gute User Experience sorgen, denn diese trägt letztlich zu mehr Conversions bei. Wer erfolgreiche Landingpages bauen möchte, sollte daher auf die Berücksichtigung zentraler SEO-Basics setzen.

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