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Facebook vs. Email: Ein Generationenkonflikt?

12. März 2012

Social-Media-Plattformen haben sich zu gigantischen virtuellen Marktplätzen entwickelt. Über Facebook erreichen Werbetreibende heute rund 800 Millionen Nutzer aus allen Teilen der Welt, allein in Deutschland wird das Netzwerk aus den USA schon von mehr als 22 Millionen Menschen genutzt – Tendenz steigend. [1]

Facebook erwirtschaftete 2011 einen Jahresumsatz von 3,7 Milliarden Dollar, wobei etwa 85% dieses Umsatzes durch Werbung erzielt wurden. Mit einem Anteil von etwa 28% am gesamten US-Online-Anzeigen-Markt war Facebook im letzten Jahr der unangefochtene Marktführer in diesem Bereich und wird seinen Vorsprung vor Unternehmen wie Yahoo! und Google voraussichtlich noch ausbauen. [2]

Angesichts dieser beeindruckenden Entwicklung scheint sich die Frage zu stellen: Wird Social-Media-Marketing das klassische Newsletter-Marketing bald verdrängen?

Die Antwort lautet: Keineswegs. Im Gegenteil prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Forrester für das Jahr 2012 ein Anwachsen des europaweiten Investitionsvolumens in Email-Marketing auf 2,3 Milliarden Euro. [3] Hinzu kommt, dass laut einer aktuellen Studie von PewResearch 44% aller deutschen Erwachsenen zwar das Internet nutzen, aber nicht in sozialen Netzwerken aktiv sind (gegenüber 35%, die Social-Media-Seiten nutzen). [4] Das heißt, diese Zielgruppe kann überhaupt nur über Email-Newsletter erreicht werden. Die Email ist also nach wie vor das wichtigste Instrument des Online-Marketings.

Außerdem zeichnet sich bereits seit längerem ab, dass Social-Media-Marketing nicht in Konkurrenz zum Newsletter-Versand steht. Der Trend im Newsletter-Marketing geht vielmehr hin zu einer stärkeren Social-Media-Integration, um die Vorteile beider Kanäle zu kombinieren. Das geschieht nicht nur über die Einbindung von Share-Buttons in Emails, sondern beispielsweise auch über eine strategische Nutzung von Social-Media-Monitoring.

Man erkennt zunehmend, dass soziale Online-Netzwerke und der klassische Newsletter-Versand zwei Kommunikationskanäle mit ihren je eigenen Stärken darstellen, die sich zugleich sehr gut ergänzen. Der scheinbare Generationenkonflikt entpuppt sich also als großes Synergiepotential für neue Wege im Online-Marketing.

 

Quellen:

[1] http://allfacebook.de/zahlen_fakten/infografik-facebook-2012-nutzerzahlen-fakten

[2] http://www.nzz.ch/nachrichten/digital/was_facebook_und_starbucks_gemeinsam_haben_1.15179520.html

[3] http://www.forrester.com/rb/Research/european_email_marketing_spend_hits_%26%23x20ac%3B23_billion/q/id/43165/t/2

[4] http://www.pewglobal.org/2011/12/20/global-digital-communication-texting-social-networking-popular-worldwide/

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