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E-Mail Bounces und Bounce Rate Management

Bouncerate

Die Bouncerate zeigt Ihnen an, wie viel Prozent der versendeten E-Mails nicht zugestellt werden konnten. Newsletter bouncen, wenn eine E-Mail-Adresse nicht existiert oder wenn es technische Probleme bei der Zustellung gibt. Bounces lassen sich dabei in zwei Kategorien unterteilen: Hard-Bounces und Soft-Bounces. Inwiefern diese sich unterscheiden und wie Sie durch richtiges E-Mail Bounce rate Management Ihre Bounces verringern können, erfahren Sie in folgendem Beitrag.

Was ist die Bouncerate?

Die Bouncerate ist ein wichtiger Indikator im E-Mail Marketing. Die Kennzahl gibt Ihnen nach dem Versenden Ihres Newsletters Auskunft über den Anteil an Empfängern, der nicht zu erreichen ist. Ein sogenannter Bounce (engl.: Abpraller) ist dabei eine Fehlermeldung, die erzeugt wird, wenn eine E-Mail nicht zugestellt werden konnte.

Unterscheidung:
Das Wort Bouncerate wird auch als Synonym für Absprungraten auf Webseiten genutzt. Hierbei ist ein Bounce ein Besucher einer Webseite, der diese direkt wieder verlässt, ohne weitere einzelne Unterseite der jeweiligen Domain zu öffnen. Diese Daten bekommen Sie aus Google Analytics.

Wie wird die Bouncerate berechnet?

E-Mail Marketing KPIs Formel Bouncerate

Der Indikator errechnet sich aus dem Anteil fehlgeschlagener Zustellungen im Verhältnis zu den gesamten Zustellungen. Wie die meisten E-Mail-Marketing-KPIs wird der Wert hierbei in Prozent ausgedrückt. Die Formel lautet daher wie folgt:

(Bouncerate = Bounces : Anzahl der Empfänger * 100)

Hier zum Verständnis ein Beispiel:
Eine Werbeagentur in München hat 10.000 Empfänger. Zu Beginn des neuen Jahres möchte die Agentur all Ihren bisherigen Kontakten einen guten Start ins neue Jahr wünschen. Das Neujahrs-Mailing wird an alle 10.000 Empfänger versendet. Bei 400 Empfängern kommt der Newsletter nicht an. Die Bouncerate errechnet sich daher wie folgt:

Bouncerate = 400 Bounces : 10.000 Empfänger * 100

Bouncerate = 4%

Was ist der Unterschied zwischen Hard-Bounces und Soft-Bounces?

Ist Ihre Bouncerate ungewöhnlich hoch, ist es wichtig, sich die Bounces genauer anzusehen. In der Detailauswertung wird zwischen Hard Bounces und Soft Bounces unterschieden. Deren Anzahl gibt wichtige Hinweise dazu, welches Ausmaß Ihre Zustellungsprobleme haben.

Hard Bounces

E-Mail-Adressen die permanent aufgrund von Zustellbarkeitsproblemen nicht erreichbar sind, werden Hard-Bounces genannt. Diese Empfänger werden von Newsletter2Go im Adressbuch dauerhaft gesperrt und als Hard-Bounce gekennzeichnet.

Soft-Bounces

Gibt es temporäre Probleme bei der Zustellbarkeit eines Mailings, so tritt ein Soft-Bounce auf. Dies kann passieren, wenn beispielsweise das Postfach eines Empfängers voll ist. Glücklicherweise können diese E-Mail-Adressen zu einem späteren Zeitpunkt erneut angeschrieben werden. Die Empfänger, die einen Newsletter nicht empfangen konnten, bleiben in Ihrem Adressbuch aktiv. Funktioniert das Zustellen des Mailings allerdings auch nach dem dritten Versuch nicht, so wird auch dieser Empfänger dauerhaft gesperrt und als Hard-Bounce gekennzeichnet.

Was bedeutet eine hohe Bouncerate?

Welche KPI-Werte beim E-Mail Marketing als gut oder schlecht zu bewerten sind, ist schwierig allgemein zu bestimmen. Ein Indiz sind die durchschnittlichen Werte des Branchenbenchmarks 2018 von Newsletter2Go. Hier beträgt die durchschnittliche Bouncerate 3,37%. Sie sollten sich jedoch keinesfalls nur daran orientieren. Denn durchschnittliche Werte können je nach Branche stark variieren. Mit einer durchschnittlichen Rate von nur 1,36% hat die Branche Presse zum Beispiel sehr wenige Bounces. Im Gegensatz dazu erreichen Agenturen einen hohen durchschnittlichen Wert von 5,23%.

Durchschnittliche Bouncerate

Warum ist eine niedrige Bouncerate so wichtig?

In Ihren stets aktuellen Newsletter-Reports von Newsletter2Go erhalten Sie eine ausführliche Auswertung der E-Mail Bounces. Diese sind besonders wichtig für Ihre Reputation. Je niedriger die Rate, desto besser. Denn sollte die Kennzahl regelmäßig höher ausfallen, laufen Sie Gefahr, als Spam-Versender deklariert zu werden.

Wie können Sie Ihre Bouncerate senken?

Bounces können von vielen verschiedenen Faktoren abhängig sein. Diese Maßnahmen helfen Ihnen dabei, hohe Raten zu vermeiden:

  • Entfernen Sie fehlerhafte E-Mail-Adressen aus Ihrem Adressbuch.
  • Schreiben Sie ausschließlich DOI-verifizierte Empfänger an.
  • Bringen Sie Abwechslung in Ihre Mailings! Damit vermeiden Sie es, als Spam-Roboter eingestuft zu werden.
  • Nutzen Sie den Spam-Filter-Test, bevor Sie Ihren Newsletter versenden. Mit diesem Test können Sie ganz leicht feststellen, ob Ihr Mailing im Spam-Ordner landen würde.
  • Verwenden Sie keine Wörter ausschließlich in GROSSBUCHSTABEN oder viele Ausrufezeichen!
  • Wenn es sich vermeiden lässt, dann sollte auch von Phrasen, die eine besondere Dringlichkeit suggerieren, abgesehen werden.

Fazit

Die Bouncerate ist eine der wichtigsten Kennzahlen im E-Mail Marketing. Denn Bounces sind direkt mit der Zustellung Ihrer Newsletter verbunden und haben so einen essentiellen Anteil an der Performance Ihrer Newsletter. Viele Bounces sollten daher in jedem Fall vermieden werden, insbesondere da diese Ihre Reputation verschlechtern und so Spam-Filter auf Sie aufmerksam machen.

Über den Autor

Vivien Beischau
Werkstudentin Online Marketing bei Newsletter2Go

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Vielen Dank!
Comments
  1. Hallo.
    Kurzer aber guter Artikel. Hard Bounces sind ja relativ schnell zu bereinigen. Softbounces verlangen mehrfache Tests…

    Was mich überrascht, sind hohe Absprungraten im Medizinbereich. Bietet der doch i.d.R. wirkliche gute Infos?

    1. Sarah Weingarten -

      Hallo Herr Kropp,

      wir freuen uns, dass Ihnen unser Beitrag gefällt. Was die Absprungraten im Medizinbereich angeht: Die Bounderate trifft weniger Aussage darüber, wie gut Informationen eines Newsletters sind. Vielmehr zeigt sie, wie viele Mailings nicht zugestellt werden können. Das kann beispielsweise auch an fehlerhaften E-Mail-Adressen liegen, die eventuell auch über Papierformulare gesammelt wurden. (Achtung, im Rahmen der DGSVO wird diese Form der Adressgenerierung nicht empfohlen).

      Best Grüße,

      Sarah von Newsletter2Go

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